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Netzwerkgesteuerte Bildschirme

Manche gewerblichen Displays — etwa professionelle Signage-Panels von LG und Samsung — lassen sich direkt über Ihr lokales Netzwerk steuern. Zusätzlich zum Bild über HDMI kann Bohemica Signage dem Panel dann einen eigenen Einschaltbefehl senden. Das nennen wir einen netzwerkgesteuerten Bildschirm.

Seine Aufgabe ist Wiederherstellung, nicht Zeitsteuerung: Wenn jemand das Panel mit der Fernbedienung ausschaltet oder es in einen Zustand gerät, in dem es Ihre Inhalte nicht mehr zeigt, holt der Player es von selbst zurück — statt dass der Bildschirm dunkel bleibt, bis jemand vor Ort vorbeischaut.

💡 Brauchen Sie das?

Ein netzwerkgesteuerter Bildschirm ist eine optionale Ergänzung für professionelle LG- und Samsung-Panels. Ein Player, der über HDMI angeschlossen ist, zeigt Ihre Inhalte bereits an und folgt bereits den Geschäftszeiten des Standorts. Die Netzwerksteuerung sorgt dafür, dass ein ausgeschaltetes Panel nicht ausgeschaltet bleibt.

So funktioniert es

Das Einrichten eines netzwerkgesteuerten Bildschirms besteht aus zwei Teilen:

  1. Das Panel vorbereiten. Sie konfigurieren das Display einmalig so, dass es sich niemals per Timer selbst ausschaltet, niemals von selbst den Eingang wechselt und auch im ausgeschalteten Zustand über das Netzwerk erreichbar bleibt — bei LG ist das der Netzwerk-Standby in der Einstellung PM Mode, bei Samsung die Einstellung Remote Configuration. Notieren Sie sich dabei gleich die lokale IP-Adresse des Panels. Schritt-für-Schritt-Anleitungen:
    • Ein LG-Display einrichten
    • Ein Samsung-Display einrichten
  2. Es im Dashboard hinzufügen. Öffnen Sie im Dashboard das gewünschte Display, gehen Sie zu seinem Bereich Screens und fügen Sie einen Bildschirm hinzu. Wählen Sie den Hersteller und geben Sie die zuvor notierte lokale IP-Adresse ein — bei Samsung-Panels zusätzlich die Screen ID, also die Device ID, die Sie am Panel eingestellt haben. (Bei LG-Panels gibt es außerdem ein optionales Feld für die MAC-Adresse.)

Das Display braucht Ihr lokales Netzwerk, nicht das Internet

Ein netzwerkgesteuertes Panel braucht keinen Internetzugang, um verwaltet zu werden, aber es muss im selben lokalen Netzwerk (LAN) wie der Rest Ihres Setups erreichbar sein. Wenn Sie es in einem Unternehmensnetzwerk einsetzen, klären Sie IP-Adressierung und Richtlinien zuerst mit Ihrem Systemadministrator.

Was die Netzwerksteuerung tatsächlich tut

Sobald ein Bildschirm hinzugefügt ist, kontaktiert der Player das Panel über das lokale Netzwerk:

  • einmal täglich,
  • beim Start des Players und
  • wenn Ihr Zeitplan die Bildschirme wieder einschaltet, etwa nach Geschäftsschluss.

Bei einem LG-Panel ist das ein Einschaltbefehl; bei einem Samsung-Panel ein Neustartbefehl, das Panel schaltet sich also kurz aus und wieder ein. In beiden Fällen kommt ein Panel, das ausgeschaltet wurde oder hängen geblieben ist, ohne Vor-Ort-Besuch zurück. Ist das Panel nicht erreichbar, versucht es der Player im Hintergrund still weiter.

Einen Ausschalt-Befehl sendet der Player dem Panel nie — das Dunkelwerden zum Geschäftsschluss übernimmt der Player selbst.

Dunkel werden ist Sache des Players

Ihre Bildschirme folgen den Geschäftszeiten des Standorts, zu dem ihr Display gehört. Einige Minuten vor der Öffnung schaltet der Player das Bild ein; kurz nach Geschäftsschluss lässt er es dunkel werden. Dasselbe passiert bei längeren Lücken im Zeitplan: Das Bild wird dunkel und kommt kurz vor dem nächsten geplanten Inhalt zurück. Das Panel selbst bleibt eingeschaltet, während sein Bild dunkel ist — es zeigt nur nichts an.

Warum die eigenen Timer des Panels deaktivieren

Die goldene Regel für professionelles Signage ist einfach: Ihr Zeitplan entscheidet, wann ein Bild zu sehen ist — das Panel zeigt es nur an. Eingebaute Sleep-Timer, das Ausschalten bei „kein Signal“, automatischer Eingangswechsel und aggressive Energiesparmodi führen allesamt dazu, dass das Panel eigene Entscheidungen trifft, und arbeiten gegen Ihren Zeitplan: Ein Panel, das sich per Timer selbst ausgeschaltet hat, zeigt nichts an, obwohl der Player dahinter munter weiterläuft. Die LG- und Samsung-Anleitungen führen Sie durch das Abschalten all dieser Funktionen.

Eines brauchen Sie dagegen nicht: HDMI-CEC (LG nennt es SimpLink, Samsung Anynet+). Bohemica Signage verwendet es nicht. Und weil CEC jedem anderen Gerät am HDMI-Kabel erlaubt, das Panel ein- und auszuschalten, ist Ausgeschaltet-Lassen bei einem Signage-Panel die sicherere Wahl.

Brauchen Sie Hilfe?

Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Panel Netzwerksteuerung unterstützt oder welche Einstellungen Sie ändern müssen? Kontaktieren Sie den Bohemica-Support, und wir helfen Ihnen bei der korrekten Einrichtung.

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